„Willst du mich verarschen? Sag mal, ist das dein fucking Ernst?“ – mit diesen Worten endet für Olivia eine langjährige Beziehung und beginnt der Kopfsprung in die Welt der Datingapps, der ihre Freunde bereits quasi zuhause sind.
Biografische Erlebnisse als Theatermaterial
Dating-Fails, erste Küsse, peinliche Momente – alles basiert auf den Erlebnissen der Darstellenden. In theaterpädagogischen Workshops wurden diese Geschichten gesammelt und in Szene gesetzt. Fragen wie „Wie hast du dich dabei gefühlt?“ machten die Erzählungen lebendig. Dieses biografische Theater zeigt, wie man mit realen Erlebnissen authentische Inszenierungen schafft.„Dieser Mistkerl hat meine besten Jahre bekommen!“ – ein Satz, der sitzt. Für die Teilnehmenden war das Projekt mehr als Theater: Es ist auch ein Stück Selbstreflexion und emotionale Verarbeitung. Genau das macht biografisches Theater so wertvoll für die Theaterpädagogik.
Improvisation und performative Methoden
Ob Karaoke, WG-Chaos oder Speed-Dating-Choreo – die Szenen entstanden durch spielerische Improvisation und performative Verfahren. Fragen wie „Was würdest du sagen, wenn dein Date plötzlich von seinen 14 Katzen erzählt?“ sorgten für kreative Prozesse.
Das Stück zeigt die Vielfalt im modernen Dating: von klassischen Tinder-Dates bis zu den Eigenheiten im Gay-Dating. „Sei es für eine Nacht oder die große Liebe“ – LGBTQ-Erfahrungen werden mit Witz und Ehrlichkeit dargestellt.
Ein Date, das bleibt: Olivia und Tom
„Keine. Einzige. Frage.“ – Olivia’s Gedanken während eines Dates, bei dem Tom nur über sich redet. Diese Szene bringt das Publikum zum Lachen und ist perfekt für die Reflexion über Kommunikation beim Dating. Während des Stücks lernt man nicht nur, wie chaotisch Online-Dating sein kann, sondern auch, wie verschiedene Dating-Apps funktionieren.